
Im September 1997 wird Walter Famler Zeuge der
Zerstörung einer Moskauer Weltraumausstellung. Spontan möchte er den
Kopf des Juri Gagarin, eine Aluminiumbüste des ersten Weltraumfliegers,
aus dem Pavillon KOCMOC retten. Das Unternehmen misslingt und der Autor gründet
die Bewegung KOCMOC/Gruppe Gagarin.
Zehn Jahre später besteht die Gruppe
aus über 60 namhaften Spezialisten und Spezialistinnen, die sich weltweit
auf unterschiedliche Weise mit dem Mythos Gagarin beschäftigen. Im Sommer
2007 begibt sich der Kommandant der Bewegung samt Crew in einem roten Fiat Puch
500 auf die Spurensuche nach dem ersten Menschen im Weltraum. Das Tagebuch dieser
außergewöhnlichen Reise erscheint anlässlich Gagarins 40. Todestag
am 27. März 2008.
Leseprobe
… In der Abendsonne des vierten Reisetages standen wir dann am großen
Gagarindenkmal in Kaluga, wo wir am nächsten Morgen im Kosmonautenmuseum
wie Staatsgäste empfangen wurden. Juri Gagarin hatte hier noch den Grundstein
gelegt, die Eröffnung allerdings nicht mehr erlebt. Bei der Führung
durch Ziolkowskis Wohnhaus erreicht uns ein Anruf aus der Österreichischen
Botschaft: die Kremlwache erteilt Zufahrts- und Filmberechtigungen am Roten
Platz und an Gagarins Grab. Die Botschaftsmitarbeiterin gratuliert und gesteht,
dass sie dies für unmöglich gehalten hatte. Sogar unserem berühmten
Landsmann Niki Lauda wäre eine ähnliche Anfrage erst kürzlich
abschlägig beschieden worden. …
Walter Famler, geb. 1958 in Bad Hall/OÖ
ist Generalsekretär der Alten Schmiede/Kunstverein Wien (www.alte-schmiede.at),
Herausgeber der Zeitschrift Wespennest (www.wespennest.at) und Kommandant der
Bewegung KOCMOC/Gruppe Gagarin.