
Peter Rosei
Die sog. Unsterblichkeit
Kleine Schriften
144 S. [2006] EUR 16,–
ISBN 3 85449 247 2
… von Lebensfreundschaften und Geistesverwandtschaften
Dieser Band kann vielleicht dazu beitragen, die
insgesamte Gestalt Peter Roseis besser ins Bild zu bekommen; gilt er doch für
gewöhnlich als der große Reisende, der Nomade der österreichischen
Literatur.
In den hier vorgelegten kleinen Schriften zur SOG. UNSTERBLICHKEIT, sie stammen aus allen möglichen Lebensabschnitten, werden indes andere Reisen angetreten: Nicht entlegene Gegenden oder berühmte Metropolen werden aufgesucht, die Destinationen sind nicht auf geografischen Karten zu finden, sondern in den Atlanten der Freundschaft und der Geistesgeschichte (Roseis persönliches Dreigestirn: Kafka – Stifter – Wittgenstein), in den Karteikästen von Politik und Kultur – und die sogenannten Letzten Reisen gilt es schreibend zu begleiten.
Zwei Lebensfreundschaften sind durch den Tod beendet worden: Peter Rosei hat mit subtilen Annäherungen H.C. Artmann (»Aber die Stimmung des Aufbruchs, der Expedition umgab selbst noch unsere Ausfahrten von der Josefstadt in den Wienerwald …«) und Helmut Eisendle (»Du bist der beste meiner schlechten Freunde!«) als Dichter und Freunde gewürdigt – und sie für uns Leser noch einmal ganz gegenwärtig gemacht.
»Wir müssen uns damit abfinden, dass alles an uns zerstörbar ist.« – In einem kurzen poetischen Porträt über sich selber als jungen Schriftsteller hat Rosei den Ton bereits vorgegeben. Im titelgebenden Essay ÜBER UNSTERBLICHKEIT lässt er Bilder des Todes vorüberziehen. Zu Beginn beschreibt er den eigenen auf dem Fußboden wie aufgebahrt liegenden Körper. Was für ein Experiment, welche Annäherung an den Tod!
Neben grundlegenden Überlegungen zu Kunst und Kunsttheorie finden sich im vorliegenden Band auch kurze poetische Texte und eine Auswahl der von Peter Rosei abgegebenen politischen Kommentare.
Peter Rosei, geboren in Wien. Veröffentlichte seit den 70er Jahren ein
umfangreiches Werk: Romane, Erzählungen, Essays und Gedichte, das in viele
Sprachen übersetzt und öfter ausgezeichnet wurde; zuletzt Franz-Kafka-Preis
1993, Großer Preis der Stadt Wien 1996, Anton-Wildgans-Preis 2000.
Bei Sonderzahl: Naturverstrickt. Essays samt einem Duett mit R. O’Hanlon
(1998); St. Petersburg. Paris. Tokyo … Reisefeuilletons (2000); Dramatisches
I + Dramatisches II (2002 + 2004); über Peter Rosei: BasicRosei (Hg. Von
Walter Vogl, 2000)