Manfred Wolff-Plottegg (Hg.)
Architecture … scripting
176 S., Hardcover, zahlr. Farbabb.
Format: 21,5 x 16,5 cm
€ 29,–
ISBN 978 3 85449 343 3



Dass seit vielen Jahren architektonisches Entwerfen nur mehr rechnergestützt am Computer stattfindet, hat zu einer Art »CAAD-Architektur« geführt. Die ursprüngliche Faszination von »Formfindung« hat sich zu einer Inflation der Formen gewandelt. Manfred Wolff-Plottegg sieht einen Eklektizismus am Werk, der sich primär aus dem Einfluss des Mediums, mit systemimmanenten Selbstähnlichkeiten erklären lässt. Architektur zeige heute weniger entwerferische »Handschrift«, als sich das jeweils verwendete CAD-Programm bemerkbar mache.

Das hat großen Einfluss auf die Ausbildung der Architekten: Wie soll heute Entwerfen gelehrt werden? Wolff-Plottegg: »Es gilt wieder einmal, den vorliegenden Selbstähnlichkeiten zu entkommen.« Eine Möglichkeit besteht im digitalen »scripting«, einem »advances design«, das hinter den Benutzeroberflächen betrieben wird. In Simulationen werden Algorithmen und Parameter dargestellt. Darin vollzieht sich ein Paradigmenwechsel von einem Gebäude als Endprodukt einer Planung zur Architektur als Steuerung von Funktionsabläufen. Architecture ... scripting präsentiert spannende Arbeiten an der TU Wien, die einem solchen »algorithmischen Denken« entsprungen sind.


Manfred Wolff-Plottegg, geb. 1946, Ordinarius und Professor für Gebäudelehre und Entwerfen an der Technischen Universität Wien, Vorstand des Instituts für Architektur und Entwerfen