
Polt-Heinzl,
Evelyne / Strigl, Daniela (Hg.)
Im Keller
Der Untergrund des literarischen Aufbruchs nach 1945
240 S., ca. 20 Abb. [2006] €
19,80
ISBN 3 85449 249 9
Vom Aufbruch aus dem Untergrund
Die Beschäftigung mit der jungen Literatur
nach 1945 konzentrierte sich bisher auf eingeführte Epochenphänomene
und heute etablierte Namen. Dem setzt das Projekt IM KELLER wenig wahrgenommene,
aber um nichts weniger spannende Literatur gegenüber.
Angelehnt an die in den fünfziger Jahren aktive Gruppe »Der Keller«
(benannt nach dem geistigen Kellerdasein der Öffentlichkeit gegenüber)
ging es von vier runden Geburtstagen im Jahr 2004 aus: René Altmann, Walter
Buchebner, Wieland Schmied und Hannelore Valencak teilen das Geburtsjahr 1929
und das Faktum, dass sie als Teil des Aufbruchs der jungen österreichischen
Literatur in den fünfziger Jahren dem literarhistorischen Gedächtnis
weitgehend entfallen sind.
IM KELLER präsentiert – zum Teil erstmals – eingehende Porträts
und Werkanalysen von Buchebner, Altmann, Valencak, Herbert Eisenreich und Vera
Ferra-Mikura.
Auch bei den Beiträgen, die sich mit literarischen Leben der Zeit beschäftigen,
geht es um Neues, bisher wenig Beachtetes – die Wiener Bücherbriefe,
das Rezensionsorgan der Wiener Städtischen Büchereien, wo Autorinnen
und Autoren auch einen Brotberuf fanden. Oder Hans Weissenborns Zeitschriftenprojekt
alpha und die Studentenzeitschrift Morgen, in der fast die gesamte junge Autorengeneration
von Ernst Jandl bis H. C. Artmann früh publizieren konnte.
Der Bildteil zeigt einen wenig bekannten Aspekt des Werkes von Walter Buchebner
– eine echte Entdeckung.
Mit Beiträgen von: Max Blaeulich, Klaus
Demus, Thomas Eder, Manfred Müller, Manfred Müller, Alfred Pfoser,
Evelyne Polt-Heinzl, Hermann Schlösser, Wendelin Schmidt-Dengler, Wieland
Schmied, Gisela Steinlechner, Daniela Strigl