
Alfred Pfabigan
Thomas Bernhard
Ein österreichisches Weltexperiment
384 Seiten, Broschur
13,5 x 21 cm [2009], € 25,–
ISBN 978 3 85449 311 2
Mit seinem Romandebüt Frost legte Thomas
Bernhard 1963 den Grundstein zu einem der umfangreichsten und faszinierendsten
Erzählwerke der deutschsprachigen Literatur, das 1986 mit Auslöschung
seinen Abschluss fand. Bis heute mangelt es Bernhard an rückhaltlosen Bewunderern
genauso wenig wie an kompromisslosen Gegnern. Doch beide Parteien sind in die
Falle des Wiederholungs- und Übertreibungskünstlers getappt: Von Polemik
und Virtuosität geblendet, ging ihnen der Blick auf die inneren Zusammenhänge
von Bernhards Prosa verloren. Alfred Pfabigans Buch ist das Ergebnis jahrelanger
intensiver Lektüre. Zum ersten Mal wird Bernhards Welt als ganze sichtbar:
Die Gesetze, denen seine Figuren unterliegen, ihre Konflikte und Krisen, aber
auch die Entwicklungen, die sie im Laufe der Werkgeschichte durchmachen. Jedem
Prosatext ist ein einzelnes, in sich geschlossenes Kapitel gewidmet und so ist
ein Handbuch entstanden, auf das kein Bernhard-Leser verzichten kann.
Dieses bereits 1999 als Hardcover erschienene Buch wird nun rechtzeitig zum 20. Todestag von Thomas Bernhard in erweiterter Form als Taschenbuch neu aufgelegt.
Alfred Pfabigan, 1947 in Wien geboren. Professor für Philosophie
an der Universität Wien. Zahlreiche Publikationen – bei Sonderzahl:
Die Enttäuschung der Moderne (Wien 2000), Nimm 3, zahl 2 (Wien 2004, 2006).