
Millner, Alexandra
(Hg.)
Niemand stirbt besser
Theaterleben und Bühnentod im Kabinetttheater
192
Seiten, 45 s/w- und 21 Farb-Abb. [2005] EUR 19,80
ISBN 3 85449 240 5
Was macht die Faszination des Figurentheaters aus? Was sind seine Möglichkeiten,
was seine Grenzen? Das Figuren- und Objekttheater vermag dem künstlerischen
Ausdruck auch oder gerade im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit eine
einzigartige »Bühne« zu bieten.
Denn nicht als verkleinerte Version der großen Form will es verstanden werden, sondern als eigenständige Position innerhalb der darstellenden Kunst, die sich auf detailverliebte, subversive, komische Weise durch eine große Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten auszeichnet.
Die bunte Mischung an theoretischen und künstlerischen Beiträgen geht diesen Fragen aus besonderem Anlass nach: In 15 Jahren hat sich das Kabinetttheater von Julia Reichert und Christopher Widauer eine eigenständige Position erspielt, die nicht nur durch die Ästhetik und Technik von Material und Spiel überzeugt, sondern auch durch das eigenwillige Repertoire. Es vermag jener Literatur eine Bühne zu bieten, die auf großen Theatern verloren wäre: Minidramen, experimentellen Dramentexten und absurden Regieanweisungen. Niemand stirbt besser bietet einen informativen wie amüsanten Einblick hinter die Proszenien der Puppenbühne.
Wissenschaftliche Beiträge, literarische Texte und Hommagen
von: Barbara Achleitner, Friedrich Achleitner, Gerhard Amanshauser, H. C. Artmann,
Martina Barthelmes, Wolfgang Bauer, Wolfram Berger, Max Blaeulich, Günter
Brus, Franz Josef Czernin, Jörg Drews, Günter Eichberger, Oliver Elser,
Gundi Feyrer, Max Gad, Anselm Glück, Hans Gratzer, Thomas Hornemann, Sonja
Kaar, Elisabeth Loibl, Friederike Mayröcker, Alexandra Millner, Wolfgang
Mitterer, Olga Neuwirth, Cornelia Niedermeier, Thomas Ostermeier, Elfriede Pirchner,
Walter Pirchner, Rosa Pock, Enno Podehl, Martin Promintzer, Julia Reichert,
Thomas Reichert, Karl Riha, Franz Ringel, Gerhard Rühm, Markus Schirmer,
Peter Simonischek, Franz Schuh, Do Warta, Christopher Widauer, Ingrid Wiener,
Paul Wühr. Und einige historische Texte von Artaud bis Stendhal.