
Gerhard Jaschke
Weltbude
190 Seiten, engl. Broschur
13,5 x 21 cm [2009],
€ 16,–
ISBN 978 3 85449 308 2
»Mit dem rosaroten Umschlag und dem schon fast trashig wirkenden dünnen
grauen Papier liegt die "Weltbude" in der Hand wie ein Reiseführer
und mit dem Rebus und der Collage, die das Cover zieren, ist das Reiseziel klar
umrissen: Eine Insel, ja eine Rettungsinsel für die sprachmaterialbezogene
Literatur, die sich seit über drei Jahrzehnten in der Kutschkergasse in
Wien-Währing befindet und von Gerhard Jaschke zu einem lebendigen literarischen
Biotop ersten Ranges gestaltet wurde.«
www.literaturhaus.at
»Der Witz ist der, man will immer höher hinaus und hinauf –
und ist dann endlich einmal die angestrebte Spitze erreicht, kommen andere weit
höhere Spitzen ins Blickfeld, die nun klarerweise auch erobert werden wollen.
So hört das Steigen nicht auf, der Kampf nimmt kein Ende. Mit diesem Streben
ist man ständig beschäftigt. Und so weiter, sagt man sich vor …«
Die Weltbude ist Gerhard Jaschkes Reich: Verlagssitz, Freibord-Hafen, Schriftstellerklause, Magazin und Archiv – aber ganz sicher kein Elfenbeinturm! »Weltbude – so bezeichnete der vor Jahren verstorbene Dichterfreund Josef Enengl meine Vierzigquadratmeterbleibe in der Kutschkergasse.«
Der Ort/das Wort Weltbude ist auch eine feine Metapher für Gerhard Jaschkes Schaffen und wird nun – anlässlich seines 60. Geburtstages – zum Titel eines Buches, das Anläufe, Skizzen, Anfälle, spontane Wortnotizen enthält; aber auch so manche Auftragsarbeit für ein Anthologieprojekt, Vor- und Nachworte, Reden usw. Ungeordnetes wird nun geordnet, aber nicht zu sehr, denn Jaschkes Literatur soll sich verzweigen, emporästeln, ein schönes Eigenleben führen. Die Weltbude ist voller Sprachwitz, hinter dem sich mehr Lebensweisheit verbirgt, als der erste Eindruck vielleicht verrät.
Gerhard Jaschke geb. 1949 in
Wien. Lebt da und in Niederösterreich. Seit Beginn der 70er Jahre literarisch-künstlerisch
tätig. Herausgeber der Zeitschrift Freibord. Bei Sonderzahl: Illusionsgebiet
Nervenruh. Kurzprosa (1997), Endlich doch noch. Kurzprosa (2007)