Gerhard Jaschke
Endlich doch noch
Kurzprosa
144 S., [2007] € 9,90
ISBN 978 3 85449 282 5
Erscheint Oktober 2007


»Dramen und Heren, Fink ist flink!«

Jemand wird verwechselt – und schon entsteht eine kleine Geschichte; eine kurze Notiz in der Tageszeitung – und schon wird die Erinnerung in Gang gesetzt; ein schnell hingeworfenes Wort wird aufgeschnappt – und schon entspinnt sich wortspielerisch ein eigenwilliger Text:
»Uninformiert oder uniformiert?
Dramen und Heren, Fink ist flink!«
Gerhard Jaschke lässt sich in seinen Kurzprosastücken von der Sprache des Alltags verführen und entführt sie ins Poetische. Beobachtung und Reflexion, Kalauer und Nachdenklichkeit sind bei ihm kaum zu trennen.
Wie bereits in seinem Buch »Illusionsgebiet Nervenruh« leiht er unterschiedlichen Personen seine Stimme: der schwerhörigen Wirtin und dem kunstsinnigen Grafen, dem aufgebrachten Schwarzfahrer und dem artigen Gemeindevertreter.

Leseprobe
- Wie geht es?
- Due.
- Was soll denn das heißen?
- Nun, Due steht für »Den Umständen entsprechend«, Due ist also nichts anderes als eine Abkürzung. Ein Akronym!
- Ach ja. Das sagt aber nichts aus.
- Was soll es auch aussagen? » Wie geht es?« ist doch nicht unbedingt eine ernstzunehmende Frage, oder erwartest du dir tasächlich auf diese Allerweltsfrage eine ernstzunehmende Antwort? Etwa »wie immer« oder »Schritt für Schritt«?
- Aber könnte nicht dieses von dir kreierte Due auch für etwas ganz anderes stehen?
- Wofür?
- Nun ja, da gäbs doch jede Menge anderer Varianten, etwa »Der Unendlichkeit entgegen«.
- Wie du meinst.

Gerhard Jaschke geb. 1949 in Wien. Lebt da und in Niederösterreich. Seit Beginn der 70er Jahre literarisch-künstlerisch tätig. Herausgeber der Zeitschrift Freibord. Bei Sonderzahl: Illusionsgebiet Nervenruh. Kurzprosa (1997).