Fellner, Sabine / Unterreiner, Katrin:
Rosenblüte und Schneckenschleim

Schönheitspfelge zur Zeit Kaiserin Elisabeth
128 S., 110 Farbabb. [2006] EUR 19,90
ISBN 3 85449 263 4
ISBN 978 3 85449 263 4



Ewige Jugend und Schönheit waren seit jeher Thema weiblicher Schönheitspflege. Die Ingredienzien für Salben, Cremen und Tinkturen des 18. und 19. Jahrhunderts waren zumeist Naturprodukte aus Küche und Garten – Hafergrütze und Kalbfleisch ebenso wie Schneckenschleim und Rosenblüten. In ihrer Wirkung unterschieden sie sich oft nicht wesentlich von heutigen Hightech-Produkten mit vergleichbaren, jedoch mittlerweile synthetisch gewonnenen Wirkstoffen.
Ende des 19. Jahrhunderts kamen Kosmetika mit Quecksilber, Blei und Salzsäure, teilweise jedoch auch chemische Cocktails mit fragwürdiger, oftmals sogar gesundheitsschädigender Wirkung auf den Markt. Diese gefährliche Entwicklung rief zunehmend Ärzte auf den Plan, die gegen obskure Geheimmittel auftraten und Kosmetik zu einem wissenschaftlich fundierten Teil der Körperpflege machten.
Nicht zuletzt nimmt auch das heute immer zunehmendere männliche Interesse an Schönheitspflege einen Trend des 19. Jahrhunderts wieder auf.