Ernst, Gustav
Helden der Kunst -
Helden der Liebe

Roman
168 S., [2008] € 16,–
ISBN 978 3 85449 299 3



»›Helder der Kunst, Helden der Liebe‹ heißt folgerichtig auch der jüngste Roman des 64-Jährigen, der sich damit einmal mehr als grosser Meister des tragischen Realismus erweist.«
Neue Zürcher Zeitung. 22. Januar 2009


Zwei alternde Schriftsteller auf dem Weg zu einer Lesung. Das Gespräch während der Fahrt auf der Autobahn dreht sich um Kunst und Liebe, die beiden Helden, Gerry und Luc, erinnern sich, nicht ohne Selbstgefälligkeit, an vergangene Beziehungen, unterhalten sich über den »Betrieb« sowie ihre zunehmenden körperlichen Wehwehchen.

Gustav Ernst unternimmt eine Fahrt durch zwei Schriftstellerleben voller zutiefst menschlicher Tragik und Komik. Dazwischen lauscht er Kolleginnen und Kollegen bei »literarischen Gesellschaften« in Wiener Kaffeehäusern, wie sie übereinander herziehen, die »Betriebsnudeln« ausrichten, von ihren Schreibhemmungen und den Unwägbarkeiten des Schreiballtags berichten, angesichts von Preis- und Stipendienvergaben in Neid und Häme verfallen, sich über die »grässlichen Sätze« der Kollegenschaft oder die mangelhafte Betreuung ihres Verlags echauffieren.

Ernst durchleuchtet das literarische Leben mit satirischer Verve und beobachtet seine Helden liebevoll-ironisch; im Schlussbild – das »Frankfurter Kreuz« im Sonnenuntergang – imaginieren Gerry und Luc eine Fahrt in eine neue Zukunft.

Leseprobe:
Bewundernd heißt es in allen Besprechungen des neuen Buchs von Žižek: Am ersten Satz hat der Autor jahrelang gearbeitet, sagt Gerstner. Und er schaut auch danach aus, sagt Kempinger. Wer, sagt Gerstner, der Satz oder der Autor? Beide, sagt Kempinger.

Gustav Ernst geb. 1944 in Wien, wo er lebt. Schreibt Romane, Stücke, Drehbücher. Gemeinsam mit Karin Fleischanderl Herausgeber der Literaturzeitschrift kolik. Bei Sonderzahl: Die Frau des Kanzlers. Eine Rede (2002); Blutbad, Strip und tausend Rosen. Theaterstücke (2004); Tollhaus. Dialoge, Szenen, kleine Stücke (2007).