Gustav , Ernst
Blutbad, Strip und tausend Rosen
Theaterstücke
720 S. [2004] EUR 39,–
ISBN 3 85449 222 7


Zehn Jahre nach seinen Anfängen als Prosaautor und der Mitbegründung eines »neuen Realismus« in Österreich erschloss sich Gustav Ernst mit der Uraufführung seines ersten Theaterstücks 1979 neue ästhetische Felder. Ernsts Stücke sollten von nun an dem Gegenwartstheater beständig wichtige Impulse geben, in zunehmender Radikalität reizt der »Sprengmeister« Ernst – wie ihn ein Zeitungspoträt treffend beschrieb – seine zeitpolitischen Themen aus.

Mit der Buchausgabe der 13 abendfüllenden Theaterstücke, die zwischen 1979 und 2003 entstanden sind, besteht erstmals die Möglichkeit, sich ein umfassendes Bild von Gustav Ernsts vielfältiger Theaterwelt zu verschaffen – ein Theater des »unterdrückten Körpers«, ein Theater der Verwobenheit von Politik, Ökonomie und Sexualität, bestückt mit Elementen des Volksstücks, voller Grotesken, mit viel Witz und sprachlicher Verve, spielerisch und ernst zugleich in seiner »ästhetischen Praxis des Widerstands«.

Die Theaterstücke: Ein irrer Haß, Mallorca, Herzgruft, Blutbad, Tausend Rosen, Der Volksfreund, Faust, Der Maestro stirbtCasino, Ideale Verhältnisse, Strip, Lulu, Nach der Premiere

Gustav Ernst, geboren 1944 in Wien. Studium der Philosophie, Geschichte und Germanistik. Lebt als freier Schriftsteller in Wien. Er ist Mitherausgeber der Literaturzeitschrift kolik, Leiter des »Drehbuchforum Wien« und Herausgeber der Reihe »Edition Film« im Sonderzahl Verlag.
Bei Sonderzahl: Die Frau des Kanzlers. Eine Rede (2002)