Peter Clar
Nehmen Sie mich beim Wort
124 Seiten, Hardcover
13,5 x 21 cm
[2009], € 16,–
ISBN 978 3 85449 310 5



»Der Autor trifft mit seinem Sprachwitz, mit Zitaten sowie der Sprachreflexion genau den zeitgemäßen Nagel auf den Kopf, der zuletzt in poetry-slam-Veranstaltungen und in der open mike culture zu finden gewesen ist.«
Die Brücke


Wie bei M. C. Eschers berühmtem [berühmtem] Bild der sich selbst zeichnenden Hand schreibt sich dieser Text wie von selbst, fällt sich aber auch ständig ins Wort und treibt so sein lustvolles Sprachspiel auf die Spitze: Findet seine Fortsetzung in den Unterbrechungen, die Unterbrechungen wiederum gehen bruchlos im Textganzen auf.

»Also das ist schon ironisch, dass X ein Mann und Y eine Frau, wo doch das Y mit dem X erst ein Mann, das reine X aber eine Frau und dreimal das X die Bestimmung derselben.« Voller Sprachwitz und Selbstironie geleitet Clar uns Leser durch den (Nicht-)Beziehungsdschungel, der ein Sprachdickicht ist. Wenn Sie den Autor beim Wort nehmen, nimmt er Sie an der Hand, führt Sie aufs Glatteis und dreht elegant seine Sprachpirouetten mit Ihnen.

X liebt die Y und Y den X – doch sie können zueinander nicht kommen. Sie gehen, flanieren, eilen durch die Stadt, besuchen Kaffeehäuser und Freunde, schreiben und studieren, denken nach und diskutieren, trinken und schlafen – aber all dies nicht miteinander. Wer steht ihnen im Weg? Der Autor Peter Clar, der sie aber doch geschaffen hat? Was steht ihnen im Weg? Die Sprache, die sie aber in Bewegung und am Leben hält?

In seinem ebenso unterhaltsamen wie geistreichen Debüt Nehmen Sie mich beim Wort gibt Peter Clar keine Antworten, hält vielmehr wie ein Jongleur alle seine Bälle virtuos in der Luft – die Antworten stecken letztendlich in der Sprache selbst, sie ist die einzig gültige Autorität: »Wie zufällig fallen mir die Worte aufs Papier, ich setze den Stift an und konzentriere mich und schreibe!, aber plötzlich steht da etwas ganz anderes als ich wollte, etwas völlig Ungewohntes, Ungewolltes, (…). Und so geht alles immer seinen Weg, aber nie den meinen …«

Peter Clar, geboren am 9. August 1980 in Villach, Kärnten, Studium der Komparatistik, Spanisch und der Germanistik an der Universität Wien, abgeschlossen im November 2005. 2003/2004 Studium an der Universidad Autónoma de Madrid. Seit 2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums, (Mit
-)Arbeit an mehreren wissenschaftlichen Publikationen über die Autorin. Seit Oktober 2008 Universitäts-Assistent in Ausbildung am Institut für Germanistik der Universität Wien. 2004 Teilnehmer an der Endrunde des „12. open mike“. 2007 Preisträger des Literaturwettbewerbes „Wort am Zug“. 2009 Debüt-„Roman“ Nehmen Sie mich beim Wort, erschienen beim Wiener Verlag Sonderzahl, der mit der Autorenprämie des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur für literarische Debüts ausgezeichnet wurde. Träger des Kärntner Förderungspreis für Literatur 2009.

Homepage: www.peterclar.at