
Erzählt wird unter anderem die durchaus erfolgreiche Geschichte eines Fußballers, der 1934 von Rapid Wien zu Slavia Prag wechselte, oder der abenteuerlich-tragische Lebensweg eines verarmten Grafensohnes aus Bratislava, der unter den Kommunisten Sekretär des slowakischen Hundezüchterverbandes wurde, bis er die Flucht ergriff und über Paris nach Wien gelangte – bis er »überschnappte« und wieder zurück in die Slowakei floh und nochmals zurück nach Österreich. Wo ist da noch hüben, wo drüben?
»Die Heimat ist im Deutschen nicht mehrzahlfähig«, schreibt Beppo Beyerl. »Das ist schade, weil in diesem Buch kommen Menschen vor, die zwei, manchmal sogar drei Heimaten haben.« Die Geschichten ihrer Ortswechsel, Vertreibungen und Fluchten werden nicht aus der Sicht von Grenzwächtern, Statistikern oder Volkskundlern erzählt, sondern aus der ganz persönlichen Perspektive der jeweiligen »Grenzgänger«.
Beppo Beyerl, geb. 1955 in Wien, lebt in Wien und in Vitis, schreibt Bücher
für Erwachsene und für Kinder, verfasst Auslandsreportagen für
Wiener Tageszeitungen.