Wolfgang Bauer
»Ein schlimmes Kind bin ich«
Dramen Prosa Lyrik aus vier Jahrzehnten
Ein Lesebuch hg. v. Gerhard Melzer und Andreas Unterweger
250 S., [2007] € 19,90
ISBN 978 3 85449 266 5



»Wolfgang Bauer war genial.« Peter Handke

»Ein schlimmes Kind bin ich«, heißt es in einem Gedicht Wolfgang Bauers. Und tatsächlich brachte kaum ein Schriftsteller seiner Generation die Öffentlichkeit so durcheinander wie der 2005 verstorbene Grazer. Dieses Lesebuch vereint erstmals Bauers wichtigste Werke in einem Band – und bietet somit Gelegenheit, sich selbst ein fundiertes Urteil zu bilden. Die Texte sind chronologisch geordnet: So lässt sich etwa die Entwicklung des Theaterautors Wolfgang Bauer von den frühen Gattungsexperimenten (Mikrodramen) über das höchst erfolgreiche neorealistische Drama (Magic Afternoon) bis zum avantgardistischen Traumtheater (Das kurze Leben der Schneewolken, Skizzenbuch) nachverfolgen. Gleichzeitig wird den oft unterschätzten Gedichten und Prosaarbeiten viel Platz eingeräumt.
So vielfältig die Texte stilistisch und formal auch erscheinen mögen, eines ist ihnen auf jeden Fall gemeinsam: Bauers Freude am Spiel mit den Möglichkeiten der Literatur, zu deren Vermehrung er selbst wesentlich beigetragen hat: Das schlimme Kind Wolfgang Bauer ist jetzt schon ein Klassiker der österreichischen Literatur.

edition graz
»Literatur« und »Graz«: Das ist eine Verbindung, die längst Markenqualität erlangt hat. Das literatur h aus graz führt die reiche Tradition weiter und ist schon in seinen ersten Jahren ein Ort der konsequenten Verdichtung und Vernetzung des vielfältig Gewachsenen. Die edition graz, eine Kooperation von literatur h aus graz und dem Sonderzahl Verlag, unterstreicht die historischen und aktuellen Qualitäten dieser Kontinuität – markante Schreibsignale aus einem literarischen Kraftfeld, das mit immer neuer Energie der topographischen Randlage trotzt.