derFreiRaum (Hg.)
Der Auftrag. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
Positionen – Perspektiven – Plädoyers
216 S., [2006], EUR 16,–
ISBN 3 85449 254 5
Abschalten ist nicht die Lösung!
Der ORF trägt eine hohe Mitverantwortung für den gesellschaftlichen
Diskurs, für das Niveau der öffentlichen Auseinandersetzung und damit
für das geistige Klima im Land: weil der ORF keine Hemden verkauft, sondern
Inhalte vermittelt, die bewusstseinsbildend sind. In diesem Sinne ist der Zustand
des ORF eine Demokratiefrage.
Der Auftrag: Das bedeutet, dass
der öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Österreich von Gesetzes wegen
nicht nur die gesamte Bevölkerung mit Programmen zu versorgen, sondern
mit diesen auch Bildung und Information, Kultur und Unterhaltung zu transportieren
hat. Wohlausgewogen und selbstverständlich unabhängig von (partei-)politischer
Einflussnahme.
Das ist klar und deutlich – die Praxis sieht trotzdem anders aus. Denn
die Erfahrung hat gelehrt, dass der Respekt der Regierenden vor der Unabhängigkeit
des ORF traditionell gegen Null tendiert.
Thematisch umfassen die Beiträge
dieses Buches die zentralen Herausforderungen und Fragen, mit denen sich öffentlich-rechtlicher
Rundfunk in Österreich wie in ganz Europa konfrontiert sieht:
• Wird es den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gelingen,
sich in Konkurrenz mit den privaten, kommerziellen Unternehmen mit einem eigenständigen
und unverwechselbaren Profil zu behaupten?
• Kann sich gebührenfinanziertes Radio und Fernsehen aus der Umklammerung
der Politik befreien?
Beiträge von: Friedrich Achleitner, Emil Breisach, Trautl Brandstaller,
Barbara Coudenhove-Kalergi, Johanna Dohnal, Alexander Giese, Peter Huemer, Herbert
Krejci, Kurt Langbein, Wolfgang R. Langenbucher, Freda Meissner-Blau, Heinrich
Neisser, Alfred Payrleitner, Peter Pawlowsky, Anton Pelinka, Doron Rabinovic,
Anneliese Rohrer, Heide Schmidt, Franz Schuh, Paul Schulmeister, Armin Thurnher,
Klaus Woltron u.v.a.