Karin Fleischanderl
Vom Verbot zum Verkauf
Aufsätze zur Literatur

200 S., Broschur
Format:13,5 x 21 cm
€ 16,–
ISBN 978 3 85449 331 0



Die Popularisierung und Trivialisierung aller Lebensbereiche schreitet unablässig voran, und es wäre vermessen zu glauben, dass nicht jeder einzelne auf seine Weise – freiwillig oder auch nicht – dazu beitrüge.

Vielleicht weniger eklatant als in anderen Bereichen vollzieht sich diese Entwicklung auch auf der Ebene der Literatur, wo – wie von der postmodernen Theorie gefordert – das Original durch die Simulation ersetzt werden soll. Leser wie Kritiker lassen sich von Artefakten blenden, die die etablierten Formen der Literatur wiederholen, ohne sie mit deren ursprünglicher Energie zu füllen.

In ihren Aufsätzen untersucht Karin Fleischanderl Bedingungen und Machart der Fertigteilliteratur, von Marlen Haushofer über Marlene Streeruwitz bis hin zu Antonio Tabucchi. Sind deren Attitüden – sowie viele andere postmoderne Haltungen – bloß eleganter Unsinn oder handelt es sich dabei um blanken Zynismus?

Karin Fleischanderls Objekte der Kritik:

Norbert Gstrein
Marlen Haushofer
Elfriede Jelinek
Daniel Kehlmann
Robert Menasse
Marlene Streeruwitz
Antonio Tabucchi

Karin Fleischanderl, geb. 1960 in Steyr, lebt als Übersetzerin und Literaturkritikerin in Wien. Mitherausgeberin der Zeitschrift kolik. Jurorin des Ingeborg-Bachmann-Preises.