Cejpek, Lucas (Hg.)
Zettelwerk
Gespräche zu einer möglichen Form
208 S., 49 Abb. [1999] EUR 16,–
ISBN 3 85449 160 3

Zettelwerk ist ein Arbeitsbegriff, der auf eine Literatur jenseits der Gattungsgrenzen zielt. Dabei zählt nicht das Gesamtwerk einer Autorin oder eines Autors, sondern das einzelne Buch: das Buch, das beim ersten Durchblättern wie eine Sammlung oder ein Sammelsurium wirkt und bei der Lektüre als Komposition besticht.

Lucas Cejpek hat für eine Veranstaltungsreihe der Alten Schmiede in Wien 30 Autorinnen und Autoren zu Lesung und Diskussion eingeladen und 15 Paarungen bzw. Konfrontationen gebildet. Ausschlaggebend für die unterschiedlichen Autorenkombinationen waren thematische und biographische Gründe.

Da die öffentliche Begegnung von zwei Autoren – zumindest für das anwesende Publikum – nach den Regeln des Zweikampfs funktioniert, wurde bei der Transkription darauf geachtet, die dramatische Form beizubehalten. Die Verschriftlichung konzentriert die Gespräche auf für Zettelwerke wesentliche Themen: die Arbeitsbedingungen, den Umgang mit Literatur und anderen Materialien, das Ringen um eine mögliche Form. Damit wird dieses Sammelsurium von Meinungen, Positionen und Gedanken zu einer vielstimmigen Poetik.

Autorengespräche: Ferdinand Schmatz – Dezsö Tandori, Erwin Einzinger – Raymond Federmann, Bodo Hell – Ginka Steinwachs, Margret Kreidl – Endre Kukorelly, Dmitri Prigow – Lew Rubinstein, Gundi Feyrer – Hartmut Geerken, Franzobel – Ingram Hartinger, Elke Erb – Lode Vanermen, Gert Neumann – Peter Waterhouse, Chris Bezzel – Elfriede Czurda, István Eörsi – Paul Wühr, Petra Coronato – Peter K. Wehrli, Marc Adrian – Felix Philipp Ingold, Jürg Laederach – Dubravka Ugrešic, Yoel Hoffmann – Herbert J. Wimmer